Master of Horror? Master of Bizzar! Normalerweise fühle ich mich im Horrorgenre ganz wohl, aber hier wurde es mir in der Uncut tatsächlich etwas flau im Magen. Ich kann so ziehmlich alles ohne Probleme sehen, wenn aber in Nahaufnahme diverse Spielchen mit Fingernägeln und Nadeln stattfinden ist bei mir so langsam aber sicher die Grenze des Erträglichen erreicht. Zumal ich dem Trend zum Folterhorror eh abgeneigt bin. Wobei hier von Horror zu sprechen doch etwas übertieben ist. Da mir bisher kein einziger von Miikes Filmen zugesagt hat, werde ich das Kapitel wohl erstmal ruhen lassen.
Ach ja, wenn der Film schon auf Englisch gedreht wird und man ihn mit asiatischen Darstellern besetzt, dann sollte man zumindest darauf achten, dass diese zumindest halbwegs die englische Aussprache beherrschen. Nicht nur, dass sich das Ganze lächerlich anhört: Man hat bei machen Akteuren mühe überhaupt etwas zu verstehen.
Glückwunsch, Miike hat es doch Tatsächlich erneut geschafft eine Megagurke abzuliefern. Habe mich eigentlich schon sehr auf die Masters of Horror-Reihe gefreut aber mit diesem belanglosen Werk bin ich erstmal ernüchtert. Die Geschichte ist einfach nur schwach und auch sonst scheint Miike mal wieder jegliche explizite Folterung etc. im Vordergrund zu stehen. Immerhin muss man ihm zugestehen, dass seine Inszenierung seine Filme oft vor dem Supergau retten können und auch hier kann zumindest die Atmosphäre die sein Werk ausstrahlt die verschwendete Stunde wenigstens ein bischen erträglich machen.
Ein Horrorfilm von Takashi Miike. Da weiß man doch wirklich schon vorher was einen erwartet. Elend, Blut, Schleim, Folter und Monstrositäten... Wer das nicht erträgt (von mögen kann man ja wohl kaum sprechen) ist hiermit vorgewarnt und soll halt die Finger davon lassen. Auch ich hab mir einige Szenen nur in FastForward und ohne Ton ansehen können.
Die extrem übertriebene Schauspielerei erinnert (vermutlich mit Absicht) an traditionelles japanisches Theater. Schauplatz, Kostüme und Darsteller verbreiten eine schaurig-schöne Stimmung und die Erzählweise mit drei Versionen des selben Ereignisses erschien mir wie eine Verbeugung vor dem Altmeister Kurosawa (Rashomon). Es ist sicher nicht Miikes bestes Werk und doch hinterlässt "Imprint" einen bleibenden Eindruck.